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Chronik
Wie alles begann
Eigentlich war es eine Schnapsidee. Und das im wörtlichen Sinne.

Im Irish Pub in der Husemannstraße fanden sich Sportfans regelmäßig zur Fußballübertragung ein. Man lernte sich kennen und kam ins Gespräch. Irgendwann kam dann Rudi auf die Idee, daß man doch selber etwas spielen sollte. Kurze Zeit später kam ich dann ins Spiel.

Eines abends saß ich mit Olaf im Pub und wir diskutierten zu vorgerückter Stunde über die Welt im Allgemeinen und unsere konträren Ansichten über Fußallübertragungen im Pub im Besonderen. Er war dafür, ich war für Musik. Irgendwann kamen wir darauf, dass ich eine sportliche Betätigung suche, um bis zum Sommer wieder Kondition für meine Wanderungen aufzubauen. Von Olaf erfuhr ich, dass er sich jedes Wochenende auf dem Wasserturm mit seiner Truppe trifft, um Fußball zu spielen und anschließend das Spiel von Hertha BSC Berlin bei einem Bier im Fernsehen zu verfolgen. Nun gut. Das war Sport, das war Bier und die Fußballübertragung würde ich auch schon irgendwie überstehen.

Also ging ich am nächsten Tag, noch nicht unbedingt wieder auf dem Höhepunkt meiner körperlichen Verfassung, zum Wasserturm und spielte mit. Wider Erwarten stellte sich heraus, dass ich nicht nur als schlechtes Beispiel, sondern auch in der Abwehr ganz gut zu gebrauchen bin. Also klinkte ich mich in die Truppe ein, um am Wochenende Fußball zu spielen und anschließend das Hertha-Spiel zu verfolgen. Zu der Zeit begann mein Ruf als Fußball-Hasser ein wenig zu leiden.

In der Zeit zwischen dem Spiel und dem Beginn der Übertragung wurde beim Bier etlichen Träumen nachgegangen. Gegen "richtige" Mannschaften wollte man spielen und an Turnieren teilnehmen. Also mussten ein einheitliches Trikot und ein Name her! Nachdem die gesamte Farbpalette als Mannschaftsfarben ausführlich diskutiert wurde, kam die Entscheidung für das rot/blau Gestreifte auf eine Weise zustande, die Historiker späterer Generationen verblüffen wird: Der erste Satz Trikots war günstig bei ebay.com zu ersteigern. Auch über den Namen wurde heftig diskutiert. (Der Name "Chemie Prenzlauer Berg" konnte erst nach harter Überzeugungsarbeit abgewendet werden.) Irgendwann kam dann der Name der ehemaligen Zigarettenfabrik Garbáty ins Spiel. Das war klangvoll, das war lokal und fand allgemeinen Konsens.

Man wollte natürlich etwas über die Fabrik wissen, deren Name man trägt. Bei Recherchen im Internet traten zwei interessante Fakten zutage. Zum einen hatte die Fabrik früher einen eigenen Sportklub, zum anderen lebt der Enkel des letzten Besitzers in den USA und ist Professor an der Universität Michigan. Also bekam ich den Auftrag, Herrn Thomas Garbáty zu kontaktieren.

Ich schrieb ihm eine email und erzählte ihm, wer wir sind und was wir vorhaben, und fragte, ob er etwas dagegen hätte, seinen Namen zu benutzen. Erfreulicherweise meldete er sich sofort und hatte nicht nur nichts dagegen, sondern fand die Idee sogar ganz hervorragend. Und so entwickelte sich ein unglaublicher Vorgang ...

André Schulze